Die kurze Antwort vorweg: Eine feste Zahl gibt es nicht. Der Preis einer Photovoltaikanlage hängt von Ihrem Dach, der gewünschten Leistung und dem Speicher ab. Trotzdem können Sie mit ein paar Richtwerten gut planen. Dieser Ratgeber erklärt, woraus sich der Preis zusammensetzt.
Was den Preis bestimmt
Der größte Hebel ist die Größe der Anlage. Sie wird in Kilowatt Peak angegeben, kurz kWp. Je mehr Module aufs Dach kommen, desto höher der Gesamtpreis, aber desto günstiger der einzelne Baustein. Diese Faktoren spielen zusammen:
- Leistung der Anlage in kWp, also die Zahl der Module.
- Qualität von Modulen und Wechselrichter.
- Ob ein Stromspeicher dabei ist und wie groß er ist.
- Dachform, Dachdeckung und Zugänglichkeit für das Gerüst.
- Aufwand für Elektrik, Zähler und Netzanschluss.
Ein einfaches Satteldach mit Ziegeln lässt sich schnell belegen. Ein verwinkeltes Dach mit Gauben kostet mehr Montagezeit. Auch der Weg zum Zählerschrank kann den Preis beeinflussen.
Richtwerte nach Anlagengröße
Die folgende Tabelle zeigt grobe Beispielwerte für schlüsselfertige Anlagen ohne Speicher. Sie dienen der Orientierung, nicht als Angebot. Ihr echter Preis kann darüber oder darunter liegen.
Richtwert · Beispiel (schlüsselfertig, ohne Speicher)
| Kleine Anlage (ca. 5 kWp) | 8.000 – 11.000 € |
| Mittlere Anlage (ca. 8 kWp) | 11.000 – 16.000 € |
| Große Anlage (ca. 10 kWp) | 13.000 – 18.000 € |
Beispielhafte Spannen für ein Einfamilienhaus. Kein verbindliches Angebot.
Auffällig ist der Effekt der Größe. Pro Kilowatt Peak wird eine große Anlage meist günstiger als eine kleine. Wer ohnehin ein Gerüst stellt, sollte das Dach eher voll belegen als halb.
Faustregel: Rechnen Sie bei einer schlüsselfertigen Anlage grob mit 1.300 bis 1.800 Euro pro kWp. Ein Speicher kommt separat obendrauf.
Was ein Speicher kostet
Ein Stromspeicher macht Ihren Solarstrom auch abends nutzbar. Das erhöht den Eigenverbrauch, kostet aber extra. Als grober Richtwert liegt Speicherkapazität bei etwa 600 bis 1.000 Euro pro Kilowattstunde. Ein typischer Heimspeicher hat 5 bis 10 Kilowattstunden.
Ob sich der Speicher rechnet, hängt von Ihrem Verbrauch ab. Wer tagsüber viel Strom braucht, kommt oft auch ohne Speicher gut zurecht. Mehr dazu lesen Sie im Ratgeber Lohnt sich ein Stromspeicher?. Details zur Technik finden Sie auf unserer Seite Stromspeicher.
Förderung und Einspeisung
Neben dem Kaufpreis zählt, was die Anlage einbringt. Zwei Dinge sind hier wichtig:
- Für Strom, den Sie ins Netz geben, gibt es eine Einspeisevergütung.
- Je nach Bundesland und Kommune gibt es zusätzliche Förderprogramme.
Förderungen ändern sich häufig. Verlassen Sie sich nicht auf alte Zahlen aus dem Internet. Wir prüfen mit Ihnen, welche Programme gerade gelten und ob Sie sie nutzen können.
So sparen Sie langfristig
Der größte Spareffekt entsteht nicht beim Kauf, sondern über die Jahre. Jede Kilowattstunde Solarstrom, die Sie selbst verbrauchen, müssen Sie nicht teuer aus dem Netz kaufen. Deshalb lohnt sich der Blick auf den Eigenverbrauch.
- Große Verbraucher wie Waschmaschine tagsüber laufen lassen.
- Eine Wärmepumpe mit Solarstrom betreiben.
- Das E-Auto über die eigene Anlage laden.
Steigende Strompreise machen den eigenen Strom über die Jahre besonders wertvoll. Wichtig ist, dass die Anlage zu Ihrem Haus passt. Genau das schauen wir uns bei der kostenlosen Beratung vor Ort an und nennen Ihnen einen ehrlichen Preis für Ihr Projekt.
