Eine Solaranlage läuft die meiste Zeit von allein. Ganz ohne Pflege geht es aber nicht. Wer seine Anlage im Blick behält, verschenkt keinen Ertrag und verlängert ihre Lebensdauer. Dieser Ratgeber zeigt, was Sie selbst tun können und wann Profis ran sollten.
Wie oft warten
Eine Photovoltaikanlage ist wartungsarm, aber nicht wartungsfrei. Man unterscheidet zwei Dinge. Den laufenden Blick auf den Ertrag und die fachliche Prüfung im Abstand mehrerer Jahre.
- Ertrag laufend beobachten, am besten über eine App.
- Fachliche Prüfung als Richtwert alle zwei bis vier Jahre.
- Nach Sturm oder Hagel zusätzlich einen Blick riskieren.
So fallen Probleme früh auf. Ein defekter Wechselrichter zum Beispiel senkt den Ertrag deutlich, ohne dass Sie es sofort merken.
Was Sie selbst prüfen
Einiges können Sie ohne Fachwissen im Blick behalten. Bleiben Sie dabei sicher am Boden. Auf das Dach gehört nur der Fachbetrieb. Diese Punkte können Sie selbst kontrollieren:
- Zeigt die App plötzlich weniger Ertrag als sonst?
- Leuchtet am Wechselrichter eine Warnleuchte?
- Sind vom Boden aus lose Kabel oder Module sichtbar?
- Wächst Moos oder Laub auf einem flachen Dach?
Fällt Ihnen etwas auf, notieren Sie es und melden sich. Oft ist die Ursache harmlos, manchmal steckt ein echter Fehler dahinter.
Faustregel: Der wichtigste Wartungsschritt kostet nichts. Behalten Sie den Ertrag im Blick. Sinkt er dauerhaft, stimmt etwas nicht.
Wann der Fachbetrieb ran sollte
Alles, was mit Strom, Dach oder Verkabelung zu tun hat, gehört in Fachhände. Klettern Sie nicht selbst aufs Dach und öffnen Sie keine elektrischen Bauteile. Ein Fachbetrieb prüft unter anderem:
- Feste Verkabelung und Steckverbindungen.
- Zustand der Module und der Unterkonstruktion.
- Funktion von Wechselrichter und Sicherungen.
- Werte der Anlage im Vergleich zur Auslegung.
Wir übernehmen diese Prüfung auch für Anlagen, die Sie nicht bei uns gekauft haben. Mehr dazu auf unserer Seite Service und Wartung.
Reinigung der Module
In den meisten Fällen reinigt der Regen die Module ausreichend. Eine gezielte Reinigung lohnt sich vor allem in Sonderfällen. Dazu zählen flache Dächer, viel Baumbestand oder eine Lage mit starker Verschmutzung.
Reinigen Sie nicht selbst mit Hochdruck oder scharfen Mitteln. Das kann die Module beschädigen. Ein Fachbetrieb nutzt passendes Werkzeug und arbeitet sicher.
Monitoring nutzen
Monitoring ist der beste Schutz vor stillem Ertragsverlust. Das System zeigt Ihnen laufend, wie viel Strom die Anlage erzeugt. Fällt die Leistung ab, sehen Sie es sofort und nicht erst bei der nächsten Abrechnung.
Wer eine neue Anlage plant, sollte Monitoring von Anfang an mitdenken. Wie so eine Anlage entsteht, lesen Sie im Ratgeber Wie läuft die Installation ab?. Bei bestehenden Anlagen richten wir das Monitoring gern nachträglich ein. So bleibt Ihre Anlage über viele Jahre zuverlässig und bringt, was sie soll.
