Ein Stromspeicher klingt erst einmal nach der perfekten Ergänzung. Tagsüber laden, abends nutzen. In der Praxis ist die Antwort aber nicht bei jedem Haus gleich. Dieser Ratgeber hilft Ihnen, die Entscheidung ruhig und ehrlich zu treffen.
Was ein Speicher bringt
Ihre Solaranlage erzeugt am meisten Strom mittags. Verbraucht wird zu Hause aber oft morgens und abends. Ein Speicher schließt diese Lücke. Er nimmt den Mittagsstrom auf und gibt ihn später wieder ab.
Der Effekt zeigt sich beim Eigenverbrauch. Ohne Speicher nutzen viele Haushalte etwa 30 Prozent ihres Solarstroms selbst. Mit einem passenden Speicher steigt dieser Anteil als Richtwert oft auf 60 bis 70 Prozent. Den Rest speisen Sie weiter ins Netz.
Wann er sich lohnt
Ein Speicher spielt seine Stärke aus, wenn Sie abends und nachts viel Strom brauchen. Das trifft auf viele Familien zu. Diese Zeichen sprechen für einen Speicher:
- Sie sind tagsüber selten zu Hause.
- Ihr Stromverbrauch liegt vor allem am Abend.
- Sie möchten unabhängiger vom Netz werden.
- Sie planen ein E-Auto oder eine Wärmepumpe.
Auch steigende Strompreise sprechen für den Speicher. Je teurer der Netzstrom, desto wertvoller ist jede selbst genutzte Kilowattstunde.
Faustregel: Je mehr Strom Sie abends verbrauchen, desto eher lohnt sich ein Speicher. Wer tagsüber viel verbraucht, kommt oft auch ohne gut aus.
Wann eher nicht
Es gibt Fälle, in denen wir vom Speicher abraten. Ehrlichkeit gehört dazu. Ein Speicher lohnt sich seltener, wenn Sie ohnehin schon viel Solarstrom direkt nutzen. Das ist zum Beispiel so:
- Sie arbeiten von zu Hause und verbrauchen mittags viel.
- Ihr Stromverbrauch ist insgesamt niedrig.
- Sie möchten die Anlage so günstig wie möglich halten.
In solchen Fällen ist das Geld für den Speicher oft in einer größeren Anlage besser angelegt. Auch das rechnen wir mit Ihnen durch.
Die richtige Größe
Ein zu kleiner Speicher ist abends leer. Ein zu großer wird nie voll und rechnet sich nicht. Die richtige Größe orientiert sich an Ihrem Verbrauch. Als grobe Faustregel passt etwa ein Kilowattstunde Speicher pro tausend Kilowattstunden Jahresverbrauch.
Ein Haushalt mit 4.000 Kilowattstunden im Jahr liegt damit oft bei einem Speicher um vier bis sechs Kilowattstunden. Die genaue Größe stimmen wir auf Ihre Anlage und Ihr Nutzungsprofil ab.
Kosten und Nutzen
Die folgende Tabelle zeigt grobe Beispielwerte für Heimspeicher. Sie dienen nur der Orientierung.
Richtwert · Beispiel (Speicher inklusive Einbau)
| Kleiner Speicher (ca. 5 kWh) | 4.000 – 6.500 € |
| Mittlerer Speicher (ca. 8 kWh) | 6.000 – 9.000 € |
| Großer Speicher (ca. 10 kWh) | 7.500 – 11.000 € |
Beispielhafte Spannen. Kein verbindliches Angebot.
Ob sich diese Investition für Sie rechnet, hängt vom Eigenverbrauch und vom Strompreis ab. Grobe Kostenspannen für die ganze Anlage finden Sie im Ratgeber Was kostet eine Photovoltaikanlage?. Am Ende zählt Ihr echter Fall. In der kostenlosen Beratung schauen wir uns Ihren Verbrauch an und sagen Ihnen ehrlich, ob sich ein Speicher lohnt.
